Andachtswort



Liebe Geschwister, liebe Freunde & Gäste, liebe Jugend, Teens & Kinder,
Vor drei Wochen sind wir als Familie zum 85. Geburtstag meines Vaters nach
Neumünster gefahren. Nachdem die Hinfahrt problemlos verlaufen war, fiel mir am
Freitag ein komisches Geräusch beim Autofahren auf. Ein befreundeter Kfz-
Mechaniker-Meister hörte sich das Fahrtgeräusch an und diagnostizierte ein kaputtes
Radlager hinten links. Auf meine Frage, ob ich mit den Auto so noch zurück nach
Gifhorn fahren kann antwortete er: „Ja, das Rad wird sich nicht gleich festfahren.
Aber das Geräusch wird lauter werden.“ Da ich am Sabbat keine Werkstatt aufsuche
wollte, reichte mir die Aussage und wir machten uns am Sonntagmittag auf die
Rückreise. Wie immer vor längeren Autofahrten, beteten wir vor der Abfahrt. Mit
dem Wissen um das kaputte Radlager baten wir Gott besonders um seinen Schutz
auf der Fahrt. Wie vorhergesagt, wurde das Geräusch auf der Rückfahrt immer
lauter, womit auch meine Anspannung weiter anstieg. Am Nachmittag kamen wir
dann gut zu Hause an. Der große Schreck kam dann mit der Nachricht von der
Autoreparatur aus der Werkstatt: Von den fünf Schrauben, die das Rad halten, war
nur noch eine fest gewesen. Alle anderen waren total locker. Der Reifen hätte sich
jederzeit auf der Fahrt lösen können! GOTT HATTE UNS BEWAHRT!
Eine noch weitaus größere Bewahrung erlebtet das Volk Gottes unmittelbar
vor ihrem Auszug aus Ägypten. Gott hatte ihnen durch Mose mitteilen lassen, dass
jede Familie am Tag zuvor ein fehlerloses Lamm schlachten, braten und essen sollte.
Mit dem Blut des Lammes sollten sie den Türrahmen ihres Hauses bestreichen. „In
dieser Nacht will ich durch Ägypten gehen und alle erstgeborenen Söhne und alle
erstgeborenen männlichen Tiere töten. … Das Blut soll ein Zeichen sein an den
Häusern, in denen ihr seid: Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen
und euch verschonen. Diese Todesplage wird euch nicht treffen, wenn ich Ägypten
strafe.“ (2.Mose 12,12+13 – NLB) – Gott hielt sein Wort und BEWAHRTE so die
erstgeborenen Söhne der Israeliten vor dem sicheren Tod! Als Erinnerung an die
Rettung in dieser Nacht feierten sie seit diesem Tag Jahr für Jahr das Passahfest, das
Fest des „Vorübergehens“.
Diese Rettungstat Gottes war ein Teil von Gottes Erlösungsplan. Denn sie
kündigte über Jahrhunderte hinweg den Tod Jesu am Kreuz für unsere Sünden an
und damit die GRÖSSTE RETTUNGAKTION ALLER ZEITEN. Es war Gottes Plan, dass
Jesus zu Beginn des Passahfestes im Jahr 31 n. Chr. unschuldig starb, um uns vor dem
sicheren Tod, der Folge unserer Sünden, zu retten. An die Stelle des Passahmahls
setzte Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung das Abendmahl als Erinnerungsmahl ein
(Matthäus 26,17-30). Gott möchte, dass wir uns immer wieder daran erinnern, dass
ER UNS BEWAHRT UND GERETTET HAT! – Lasst uns nicht aufhören das zu tun und
Gott dafür von ganzem Herzen danken.
Liebe Grüße, Euer Jörg