Andachtswort


Liebe Geschwister, liebe Freunde & Gäste, liebe Jugend, Teens & Kinder,

zu Beginn habe ich wieder eine Geschichte für Euch: Eine stressgeplagte Frau fuhr
dicht hinter dem Auto ihres Vordermannes her. Plötzlich sprang die Ampel auf Gelb.
Der Vordermann bremste abrupt, auch wenn er es noch vor dem Rot über die Ampel
geschafft hätte. Die Dränglerin ärgerte sich tierisch, hupte wie wild und brüllte
unanständige Beschimpfungen, weil sie nicht mehr über die Kreuzung gekommen
war. Da klopfte jemand an ihre Scheibe. Als sie den Kopf wandte, blickte sie in die
grimmigen Augen eines Polizisten. Er forderte sie auf, mit erhobenen Händen
auszusteigen. Dann nahm er sie mit zur Wache, wo man sie durchsuchte, ihre
Fingerabdrücke nahm und sie in eine Zelle steckte. Einige Stunden später öffnete ein
Wachmann die Zellentür und begleitete die Frau zum Schreibtisch des Polizisten, der
sie festgenommen hatte. Er gab ihr ihre persönlichen Unterlagen und den
Autoschlüssel zurück und sagte: „Entschuldigen Sie das Missverständnis. Ich war
zufälligerweise genau hinter Ihnen, als sie so laut hupten, obszöne Gesten machten
und schlimme Sachen brüllten. Mir waren die Aufkleber auf Ihrem Auto aufgefallen:
„Was würde Jesus tun“ und „Folge mir zum Gottesdienst“ sowie das verchromte
Fischsymbol auf dem Kofferraumdeckel. Da dachte ich natürlich, Sie hätten den
Wagen gestohlen.“ (aus: K. Davis – Clownflakes)
In diesem Fall ist die Christin aus der Geschichte noch einmal mit einem
‚blauen Auge‘ davon gekommen, auch wenn es ihr bestimmt mehr als peinlich
gewesen ist. Damit sie in Zukunft nicht wieder in eine ähnliche Situation kommt, hat
sie nun zwei Möglichkeiten etwas zu verändern: Entweder sie entfernt die Aufkleber
und das Fischsymbol von ihrem Auto  oder sie verändert ihr Verhalten. Allerdings
wäre die erste Möglichkeit auch nur eine kurzfristige „Lösung“, um neuem Ärger aus
dem Weg zu gehen. Denn Jakobus schreibt: „Liebe Brüder [und Schwestern], was
nützt es, wenn jemand von seinem Glauben spricht, aber nicht entsprechend
handelt? Ein solcher Glaube kann niemanden retten.“ (Jak. 2,14 – NLB) Insofern war
die Erfahrung mit dem Polizisten für diese Christin ein „Schuss vor den Bug“ zur
rechten Zeit.
Ein Sprichwort sagt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Demzufolge ist das
Bild, das wir als Christen durch unser Verhalten bei unseren Mitmenschen abgeben,
viel aussagekräftiger als Botschaften, die wir z.B. auf Autoaufklebern verbreiten. Erst
wenn unser Verhalten zu unseren Worten passt, sind wir für unsere Mitmenschen
mehr als „fromme Schätzer“. Dann sind wir authentische (echte) Botschafter Jesu,
die in seinem Namen eindringlich bitten, „so als würde Christus es persönlich tun:
Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2.Kor. 5,20 – NLB) Ich wünsche uns, dass wir uns
Gott in dieser Weise zur Verfügung stellen und uns von IHM verändern lassen.
Liebe Grüße, Euer Jörg