Adventgemeinde Gifhorn-Mitte
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                                  Andachtswort

Wie geht es weiter?


Wie geht es weiter?

Liebe Geschwister, liebe Freunde & Gäste, liebe Jugend, Teens & Kinder!
Ein außergewöhnliches Jahr liegt hinter uns und natürlich hat niemand von uns mit so einem Verlauf gerechnet. Auch wenn im vergangenen Jahr um diese Zeit bereits die ersten Corona-Infektionen in China bekannt geworden waren, war es für uns alle unvorstellbar, dass nur wenige Monate später die ganze Welt von dieser Viruserkrankung betroffen sein würde. Mittlerweile leben wir jetzt schon ein dreiviertel Jahr unter „Corona-Bedingungen“ und haben weitere Monate vor uns. Weihnachten und den Jahreswechsel werden wir im „Lockdown“ verbringen. Damit verbunden kämpfen viele Menschen ums wirtschaftliche Überleben oder setzen sich in Krankenhäusern für das Leben von Covid-19-Kranken ein. Und jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von tausenden Neuinfizierten sowie hunderten Menschen, die an oder mit dem Corona-Virus gestorben sind.
Das alles ist schon schlimm genug! Was mir aber darüber hinaus noch zusätzliche Sorgen bereitet, ist das, was z.T. in Folge von Corona gerade in unseren Gemeinden passiert: Ohne es selbst zu merken, haben einige „Corona“ und den Umgang damit zu einem neuen „Glaubenspunkt“ erhoben und diesen in den Mittelpunkt gestellt! Wer sich an die staatlichen Regelungen zum Schutz der Bevölkerung hält, wird angefeindet, als wenn das Liebesgebot Jesu plötzlich außer Kraft gesetzt worden wäre. Aber Jesu Worte gelten noch immer: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,34+35 – Elb.) – Erst recht in einer Zeit, in der „die Gesetzlosigkeit überhand nimmt“ und „die Liebe der meisten erkaltet“ (Mt. 24,12). – Das bedeutet übrigens nicht, dass wir alle einer Meinung in Bezug auf Corona und die dazu gehörigen Maßnahmen sein müssen. Aber wir sollten einander trotzdem geschwisterlich, mit Liebe, Achtung und Respekt begegnen!
Und noch etwas bereitet mir Sorgen: Es treten immer mehr selbst ernannte „Propheten“ auf. Und obwohl Jesus uns eindringlich vor ihnen gewarnt hat: „viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen“ (Mt. 14,11 – Elb.), wird diesen Leuten z.T. vorbehaltlos vertraut und gefolgt! Ein Beispiel dafür ist die neue Auslegung für das „Malzeichen des Tieres“ (Offb. 13,16-18). Sie widerspricht unsere adventistischen Auslegung, ebenso wie dem biblischen Kontext, wird aber trotzdem mit der Impfung gegen Covid19 zusammen gebracht. Anscheinend, weil es gerade so „schön“ ins eigene Bild passt und Emotionen weckt.
Wie geht es weiter? Jesus selbst hat uns darauf vorbereitet, dass es bis zu seiner Wiederkunft „Seuchen“ (Pandemien) geben wird (Lk. 21,11). Entscheidend ist dabei, was das mit uns macht oder besser nicht macht. Jesus sagt: „Seht zu, dass euch niemand verführt! … wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ (Mt. 24,4+13 – Elb.) Niemand von uns weiß, was noch auf uns wartet. Ob wird vielleicht sogar selbst von diesem oder einem anderen Virus infiziert werden und daran sterben. Aber solange wie wir uns durch nichts und niemanden von Jesus und seinen Worten abbringen lassen, wird es am Ende gut für uns ausgehen – Jesus sei Dank!!! Lasst uns das auch im neuen Jahr nicht vergessen!

Das wünsche ich uns von ganzem Herzen! Liebe Grüße, Euer Jörg